Chronik

Eine Übersicht über Meilensteine unserer Entwicklung von 1895 bis heute finden Sie auf dieser Webseite im Bereich „Schule“ unten auf der Seite. Wer die Grundzüge der Schulgeschichte der Steinhöfels lieber als Text lesen mag, der kommt hier auf seine Kosten:

 

Die Idee und die Entwicklung der Mainzer Steinhöfelschule

Steinhöfelschulen schauen bereits auf eine über 100-jährige Tradition zurück.

Unser Namensgeber Carl Friedrich Steinhöfel gründete gemeinsam mit seinem Lehrmeister Rackow bereits 1883 in Hamburg eine Private Handelsschule, nachdem er in Hannover eine solche bereits für August Rackow aufgebaut und geführt hatte. Von Hamburg aus gründete er 1895 „Steinhöfels Handelsschule“ in Frankfurt. Diese machte sich mal als Private Handelsschule C. Steinhöfel, mal als Steinhöfelsche Handelsschule bald einen Namen. Steinhöfel zog von Hamburg nach Frankfurt, um seine Schule selber weiter zu entwickeln. 1924 stieg Sohn Walther ins Geschäft mit ein und führte das Unternehmen mit seinem Vater gemeinsam unter dem Namen Private Handelsschule Dr. W. und C. Steinhöfel.

Der ausgezeichnete Ruf verbreitete sich über die Stadtgrenzen hinaus, auch nachdem Dr. W. Steinhöfel im Krieg gefallen war und sein Vater nur wenige Wochen darauf verstarb. In den Nachkriegswirren kämpfte Wathers Schwester Käthe darum, den Schulbetrieb zu erhalten und das Familienerbe fort zu führen. Gemeinsam mit Ihrem Mann Prof. Georg Scheller und später unter Mitarbeit der Tochter Edith und des Sohnes Gerd erlebte die Schule eine neue Blüte.

Womöglich wurde die Schule dann für das Zusammenarbeiten zu eng – Tochter Edith jedenfalls machte sich auf, um in Mainz 1952 die „Private Handelsschule Dr. W. Steinhöfel“ zu gründen, die ihren Sitz Am Markt hatte. Ihr Bruder Gerd übernahm die Leitung der Frankfurter Schule. Bereits im ersten Jahr zählte die Schule in Mainz weit über 100 Schüler.

Edith Wessel, geb. Scheller (Enkelin von Carl Steinhöfel und Nichte von Dr. W. Steinhöfel) entwickelte in Mainz eine angesehene Bildungseinrichtung, für die Schüler aus dem ganzen Landkreis nach Mainz gefahren kamen. All das bewältigte sie mit ihren beiden kleinen Söhnen (* 1956 und *1961) und dem Ehemann in Wolfenbüttel. 1964 verlegte sie dann ihren Hauptwohnsitz von Mainz nach Wolfenbüttel – nachdem sie 1963 in Gerd Brück einen guten und erfahrenen Nachfolger gefunden hatte. In dessen Übernahmevertrag baute die pfiffige Geschäftsfrau jedoch die Klausel ein, dass vor einer Schließung oder eines Verkaufs der Schule erst Ihre Nachfahren befragt werden müssten, ob sie die Schule weiter führen wollten.

Gerd Brück leitete die Schule über 30 Jahre bis 1995. Dann machte ein schwerer Schlaganfall die Weiterarbeit unmöglich und seine Frau bot den Nachfahren  – wie vertraglich vereinbart – die Geschäftsübernahme an. Dass diese ablehnten erwies sich als Glück für drei der 6 Kollegen an der Schule: sie kauften Fam. Brück die Schule ab und begannen, das gemietete Gebäude und Inventar von Grund auf zu sanieren. Ein Partner schied im Jahr 2000 aus und die Schule wird seither von den beiden Schulträgern persönlich – Joachim Veigel und Lothar Fritsche – weiter geführt.

 

Die Steinhöfelschule hat zur Zeit zwei Klassen der Berufsfachschule Wirtschaft, eine Unterstufe (BFI) und eine Oberstufe (BFII). Seit Sommer 1998 bietet die Schule auch einen weiteren Schulzweig, nämlich die Höhere Berufsfachschule Wirtschaft, an. In der Höheren Berufsfachschule gibt es drei Unterstufen und drei Oberstufen. In beiden Bildungsgängen bewegt sich die Klassenstärke zwischen 18 und 25 Schülerinnen und Schülern.

Seit dem Schuljahr 2006/2007 gehört auch die duale Berufsoberschule (BOS) zu unserem Bildungsangebot, welche zur Fachhochschulreife führt. Außerdem wurden im Sommer 2006 „Notebook-Klassen“ eingeführt . Dies sind Klassen der Höheren Berufsfachschule, in der jeder Schüler über ein Notebook verfügt, das im Unterricht verwendet wird. Seit dem Schuljahr 2007/08 bieten wir als Komplettierung unseres Angebots auch das Vollabitur in Form der BOS II an.

Mit rund 240 Schülerinnen und Schülern und einem Kollegium, das aus 19 Lehrkräften besteht, ist die Mainzer Steinhöfelschule eine recht überschaubare Schule, die Wege zwischen Schülern, Lehrern, Schulleitung und Eltern sind kurz. Wir legen großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern, denn wir meinen, dass nur eine gute Zusammenarbeit auf der Basis des Vertrauens zum optimalen Erfolg führen kann.

Natürlich ist der Erfolg nicht nur von der Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern abhängig, auch eine entsprechende Ausstattung gehört dazu.

Seit August 2001 präsentiert sich die Schule mit einem neuen Logo und in einem grundsanierten und modernisierten Gebäude. Außerdem wurden die Räumlichkeiten für die Schülerschaft erweitert: es wurde im Hof ein Durchbruch zum Nachbarhaus geschaffen, so dass in den Pausen nun mehr Platz zur Verfügung steht und Frau Klar im eigenen Bistro die Schüler auch in den Mittagspausen verköstigen kann. Darüber hinaus gibt es seit 2001 das virtuelle Klassenzimmer und die Schwerpunkttage an der Mainzer Steinhöfelschule.

Das und die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt helfen uns, jedes Jahr unser großes Ziel zu erreichen: Entlassung aller Schülerinnen und Schüler mit dem Wissen, dass jeder und jede weiß, wie es mit ihr/ihm nun weitergeht.